Im Jahr 2015 bekam ich die Gelegenheit Ambystoma dumerilii F2 Nachzuchten zu erhalten. Diese Tiere sind mit die Grundlage für eine ex situ Erhaltungszucht, da die Art in ihrem natürlichen Habitat stark vom Aussterben bedroht ist.

Nach der turbulenten Aufzucht der noch kleinen Larven, die sich äußerst kannibalisch verhalten, konnte ich zwei Zuchtgruppen in meine Aquarien setzen.
Zuchtgruppe 1: 1,2 (kleinere Tiere)
Zuchtgruppe 2: 2,2 (größere Tiere)

Im Februar konnte ich im Becken der Zuchtgruppe 2 zwei Spermatophoren finden. Daraus entwickelte sich allerdings kein Nachwuchs.

Am 26. Mai konnte ich im Becken der Zuchtgruppe 1 durch Zufall kleine Eier entdecken. Die kleineren Tiere konnten sich also unbemerkt fortpflanzen!
Die Eier befinden sich bereits im Schwanzknospen-Stadium und haben einen Durchmesser von etwa 5mm. Die Eier sind damit weitaus kleiner, als von vergleichbar großen Ambystoma.

 

Insgesamt konnte ich 205 Eier sammeln, was darauf schließen lässt, dass nur ein Weibchen Eier abgelegt hat. Etwa 85% scheinen befruchtet zu sein.

Bedingungen beim Fund der Eier: 17°C Wassertemperatur. Kein aktiver Eingriff ins Becken seit etwa 5 Wochen. Einziger äußerer Einflussfaktor, der zu notieren ist: Äußerst wechselhaftes Wetter, bei dem sich regnerische Tage mit 16°C Höchsttemperatur und Sommertage mit 27°C abwechseln.

02.06.
Die Larven entwickeln sich bei 22°C sehr schnell. Die Eier sind auf bis zu 8mm Durchmesser angewachsen. Man kann bereits Augen und Kiemen gut erkennen. Bis zu den ersten aktiven Bewegungen wird es nicht mehr lange dauern.
 

03.06.
Die ersten Larven schlüpfen. Das Entwicklungsstadium ist zum Teil sehr unterschiedlich. Die Bilder belegen das.
Die Schlupfgröße beträgt 9mm.

"Normal" entwickelte Larve (ähnlich wie A. mexicanum, mavortium, tigrinum)

 

"frühe" Larve (ähnlich wie A. californiense)

 

Leider kann ich aufgrund eines Materialfehlers beim Separieren der Larven keine Statistik über deren Schlupfrate erstellen. Die allermeisten Tiere landeten unbemerkt im Abfluss. Ich konnte jedoch beobachten, dass viele Larven fehlentwickelt waren oder nur im Kreis schwimmen konnten.
 

08.06.2016
Die ersten Larven sind nach 3 Fütterungen bereits 11mm (+22% Zuwachs!) lang. Die "frühen" Larven sind noch von den anderen unterscheidbar. Die Artemia als Größenvergleich lassen gut erkennen, wie schnell sich die Larven entwickeln.